Faserverbundwerkstoffe seit 1985

Anleitung | Verkleben metallischer Oberflachen

Ein¬≠leitung CTM-Struk¬≠turkleb¬≠stoffe ergeben hochfeste und halt¬≠bare Verbindun¬≠gen zwis¬≠chen Met¬≠allen, Holz, Beton, Keramik, Com¬≠pos¬≠ite-Werk¬≠stof¬≠fen und vie¬≠len anderen Mate¬≠ri¬≠alien. Kon¬≠struk¬≠teure in ver¬≠schieden¬≠sten Indus¬≠triebere¬≠ichen greifen mehr und mehr auf Kle¬≠be¬≠verbindun¬≠gen zur√ľck um immer neue Her¬≠aus¬≠forderun¬≠gen durch neue Mate¬≠ri¬≠alien und Prozesse zu meis¬≠tern. Um opti¬≠male Verkle¬≠bun¬≠gen zu erzie¬≠len soll¬≠ten die hier vorgeschla¬≠ge¬≠nen Ver¬≠fahren einge¬≠set¬≠zt wer¬≠den. In eini¬≠gen F√§llen reicht das ein¬≠fache Ent¬≠fet¬≠ten der Ober¬≠fl√§che oder Ent¬≠fer¬≠nen von losen Bestandteilen (z.Bsp. Rost) aus, um beste Ergeb¬≠nisse zu erzie¬≠len. In andern F√§llen m√ľssen aber deut¬≠lich aus¬≠ge¬≠feil¬≠tere Meth¬≠o¬≠d¬≠en einge¬≠set¬≠zt wer¬≠den. Dabei wer¬≠den sowohl mech¬≠a¬≠nis¬≠che wie auch chemis¬≠che Vor¬≠be¬≠hand¬≠lun¬≠gen emp¬≠fohlen. F√ľr hochbe¬≠last¬≠bare, struk¬≠turelle Verkle¬≠bun¬≠gen sind entsprechende Ober¬≠fl√§chen¬≠vor¬≠be¬≠hand¬≠lun¬≠gen unab¬≠d¬≠ing¬≠bar. Die entsprechen¬≠den Vor¬≠bere¬≠itun¬≠gen f√ľr die wichtig¬≠sten Verbindun¬≠gen wer¬≠den im fol¬≠gen¬≠den beschrieben. F√ľr sel¬≠tener ver¬≠wen¬≠dete Mate¬≠ri¬≠alien, die hier nicht beschrieben wer¬≠den, wen¬≠den Sie sich bitte an einen unser¬≠er Tech¬≠niker. Die beschriebe¬≠nen Vor¬≠be¬≠hand¬≠lun¬≠gen sind in Anlehnung an die ISO 4588 ent¬≠standen. 2. Ober¬≠fl√§chen¬≠vor¬≠bere¬≠itung Grund¬≠s√§t¬≠zlich gibt es 3 ver¬≠schieden effek¬≠tive Vorbehandlungsmethoden: 
  1. Ober­fläche entfetten
  2. Ent­fet­ten, anschleifen und lose Teile entfernen
  3. Ent­fet­ten und chemisch vorbehandeln
Auf jeden Fall muss eine Kon¬≠t¬≠a¬≠minierung der Ober¬≠fl√§chen ver¬≠mieden wer¬≠den, beson¬≠ders nach erfol¬≠gter Vor¬≠be¬≠hand¬≠lung. Ursache f√ľr eine Verun¬≠reini¬≠gung k√∂n¬≠nen zum Beispiel Fin¬≠ger¬≠ab¬≠dr√ľcke, √Ėl, ver¬≠schmutzte Lap¬≠pen oder Schleifmit¬≠tel oder aber ungeeignete L√∂semit¬≠tel sein. Um die Gefahr ein¬≠er unge¬≠woll¬≠ten Kon¬≠t¬≠a¬≠minierung zu min¬≠imieren soll¬≠ten immer saubere Hand¬≠schuhe und Lap¬≠pen benutzt wer¬≠den. Alle Reini¬≠gungsmit¬≠tel soll¬≠ten nach Her¬≠steller¬≠vorschrift gelagert und einge¬≠set¬≠zt wer¬≠den. Eine weit¬≠ere Quelle der Verun¬≠reini¬≠gung k√∂n¬≠nen schlicht die Umge¬≠bung, bzw. die Prozesse in der Umge¬≠bung sein. So soll¬≠ten Maschi¬≠nen (√Ėl Nebel), Spritzvorg√§nge (Lack¬≠ieren, Gel¬≠coat spritzen oder gar Tren¬≠n¬≠mit¬≠tel spritzen) in anderen R√§u¬≠men stat¬≠tfind¬≠en. Eben¬≠so soll¬≠ten alle stauberzeu¬≠gen¬≠den Prozesse aus¬≠ge¬≠lagert wer¬≠den. Unab¬≠h√§ngig von der Art der Vor¬≠be¬≠hand¬≠lung sollte immer angestrebt wer¬≠den, die Verkle¬≠bung direkt nach der Vor¬≠be¬≠hand¬≠lung durchzuf√ľhren. In eini¬≠gen Pro¬≠duk¬≠tion¬≠sprozessen ist dies nat√ľr¬≠lich nicht m√∂glich. Hier ist zu √ľber¬≠legen, ob ein Primer die behan¬≠delte Ober¬≠fl√§che so lange kon¬≠servieren kann, bis die eigentliche Verkle¬≠bung erfol¬≠gt. Jede Ver¬≠l√§ngerung der Zeit zwis¬≠chen Vor¬≠be¬≠hand¬≠lung und Verkle¬≠bung erh√∂ht das Risiko ein¬≠er erneuten Kon¬≠t¬≠a¬≠m¬≠i¬≠na¬≠tion der Ober¬≠fl√§che. 3. Ober¬≠fl√§chen¬≠vor¬≠be¬≠hand¬≠lung 3.1 Ent¬≠fet¬≠tungsmeth¬≠o¬≠d¬≠en √Ėl und Fett m√ľssen defin¬≠i¬≠tiv von ein¬≠er Ober¬≠fl√§che ent¬≠fer¬≠nt wer¬≠den. Auch wenn die Ober¬≠fl√§che augen¬≠schein¬≠lich sauber ist, sollte ein Ent¬≠fet¬≠tung durchge¬≠f√ľhrt wer¬≠den. Im fol¬≠gen¬≠den wer¬≠den sechs ver¬≠schieden Meth¬≠o¬≠d¬≠en beschrieben. 3.1.1 L√∂semit¬≠tel¬≠dampf (organ¬≠is¬≠che L√∂semittel)  Bei diesem Ver¬≠fahren wer¬≠den spezielle Waschan¬≠la¬≠gen benutzt, in denen auch eine vorgeschal¬≠tete Reini¬≠gung mit dem fl√ľs¬≠si¬≠gen L√∂semit¬≠tel erfol¬≠gen kann. Meist wird Trichlorethylen einge¬≠set¬≠zt. Die Tox¬≠iz¬≠it√§t dieses L√∂semit¬≠tels erfordert eine entsprechende Ausle¬≠gung der Reini¬≠gungs¬≠mas¬≠chine sowie spezielle Schutz¬≠ma√ü¬≠nah¬≠men im Umgang mit dem L√∂semit¬≠tel. Beacht¬≠en Sie hier die Her¬≠steller¬≠vorschriften und die jew¬≠eili¬≠gen Regelun¬≠gen in Ihrem Land. 3.1.2 Waschsta¬≠tion mit organ¬≠is¬≠chen L√∂semitteln Typ¬≠is¬≠cher¬≠weise wer¬≠den 2 Waschtanks einge¬≠set¬≠zt. Ein¬≠er zum abwaschen der groben Ver¬≠schmutzun¬≠gen und der zweite um die vorg¬≠ere¬≠inigte Ober¬≠fl√§che abzus¬≠p√ľlen. Dies geschieht hier automa¬≠tisch. 3.1.3 Abwaschen (organ¬≠is¬≠che L√∂semittel) Der maschinelle Vor¬≠gang kann auch per Hand mit Hil¬≠fe eines Lap¬≠pens oder ein¬≠er B√ľrste durchge¬≠f√ľhrt wer¬≠den. Auch hier wer¬≠den zwei Beh√§l¬≠ter ver¬≠wen¬≠det f√ľr die Vor¬≠reini¬≠gung und ein¬≠er zum Sp√ľlen. Unter Umst√§n¬≠den ist es sin¬≠nvoll, das Absp√ľlen mit einem Spray durchzuf√ľhren, da so sichergestellt wer¬≠den kann, das nur frisches L√∂semit¬≠tel ver¬≠wen¬≠det wird. Nach der Reini¬≠gung l√§sst man die Ober¬≠fl√§che f√ľr ein bis zwei Minuten abl√ľften. Schnell ver¬≠dun¬≠stende L√∂semit¬≠tel wie unser Sol¬≠vent A sind hier von Vorteil. Bitte beacht¬≠en Sie: Einige Kun¬≠st¬≠stoffe wer¬≠den von organ¬≠is¬≠chen L‚Äāsemi¬≠t¬≠teln ange¬≠grif¬≠f¬≠en. In solchen F√§llen soll¬≠ten zum Beispiel Iso¬≠propanol oder andere ent¬≠fet¬≠tende Reini¬≠gungsmit¬≠tel (z. Bsp. Rho¬≠di¬≠a¬≠solv) einge¬≠set¬≠zt wer¬≠den. 3.1.4 Ent¬≠fet¬≠tung durch Reinigungsmittel Die Ober¬≠fl√§che wird mit ein¬≠er B√ľrste und dem Reini¬≠gungsmit¬≠tel abge¬≠waschen. Anschlie√üend sp√ľlt man mit war¬≠men Wass¬≠er Reste des Reini¬≠gungsmit¬≠tel ab. Trock¬≠nen erfol¬≠gt am besten mit warmer Luft. Anmerkung: anion¬≠is¬≠che Reini¬≠gungsmit¬≠tel ergeben die besten Resul¬≠tate. 3.1.5 Lau¬≠gen¬≠bad Alter¬≠na¬≠tiv kann zu organ¬≠is¬≠chen L√∂semit¬≠teln oder Reini¬≠gungsmit¬≠teln auch Lauge einge¬≠set¬≠zt wer¬≠den. Typ¬≠is¬≠cher¬≠weise kom¬≠men Inhaltsstoffe wie Natri¬≠um, √Ątzkali (Kali¬≠umhy¬≠drox¬≠id), Phos¬≠phate, Kar¬≠bon¬≠ate, Borate oder Ten¬≠side zum Ein¬≠satz. Grund¬≠s√§t¬≠zlich sehr wirkungsvolle Pro¬≠duk¬≠te m√ľssen sie aber sehr sorgf√§ltig abge¬≠waschen bzw. neu¬≠tral¬≠isiert wer¬≠den. Hier bitte die Her¬≠steller¬≠an¬≠weisun¬≠gen beacht¬≠en. 3.1.6 Ultra¬≠schall Ultra¬≠schall¬≠b√§der sind sehr effek¬≠tiv bei nahezu jed¬≠er Ver¬≠schmutzung, lassen sich aber eher nur f√ľr Klein¬≠teile anwen¬≠den. Dabei ist darauf zu acht¬≠en, dass die Ober¬≠fl√§che nicht ver¬≠bren¬≠nt. 3.1.7 War die Reini¬≠gung erfolgreich? Nach erfol¬≠gter Reini¬≠gung sollte gepr√ľft wer¬≠den, ob die Ober¬≠fl√§che wirk¬≠lich sauber ist. Ein ein¬≠fach¬≠er Test kann mit des¬≠til¬≠liertem Wass¬≠er durchge¬≠f√ľhrt wer¬≠den: Man gibt ein paar Tropfen dest. Wassers auf die gere¬≠inigte Ober¬≠fl√§che. Wenn sich keine Tropfen bilden, son¬≠dern das Wass¬≠er sich gut auf der Ober¬≠fl√§che verteilt, war die Reini¬≠gung erfol¬≠gre¬≠ich. Achtung: Dieser Test funk¬≠tion¬≠iert vor allem bei met¬≠allis¬≠chen Ober¬≠fl√§chen. Kun¬≠st¬≠stoffe lassen so h√§u¬≠fig keine Beurteilung zu (PE, PP). R√ľckschl√ľsse auf die Benet¬≠zung durch einen Kle¬≠ber sind hier nicht zul√§s¬≠sig. 3.2 Schleifen Nach dem Ent¬≠fet¬≠ten der Ober¬≠fl√§che sollte zus√§t¬≠zlich eine mech¬≠a¬≠nis¬≠che Vor¬≠bere¬≠itung erfol¬≠gen. Dies erh√∂ht zus√§t¬≠zlich die Anbindung des Kle¬≠bers. Da unter¬≠schiedliche Mate¬≠ri¬≠alien ver¬≠schiedene Arten der mech¬≠a¬≠nis¬≠chen Vor¬≠bere¬≠itung erfordern, beschreiben wir diese im fol¬≠gen¬≠den: Nach der mech¬≠a¬≠nis¬≠chen Bear¬≠beitung m√ľssen nat√ľr¬≠lich alle losen Par¬≠tikel ent¬≠fer¬≠nt wer¬≠den. Das kann auf unter¬≠schiedliche Art und Weise erfolgen: 
  • Wieder¬≠holen des Reini¬≠gungsvor¬≠ganges (mit frischem Reinigungsmittel)
  • Abb√ľrsten der Oberfl√§che
  • Abblasen mit Press¬≠luft (sich¬≠er¬≠stellen, das ein √Ėlab¬≠schei¬≠der benutzt wird)
3.2.1 Met¬≠allis¬≠che Oberfl√§chen Alle Ablagerun¬≠gen (Rost, Zun¬≠der oder √§hn¬≠lich¬≠es) oder Beschich¬≠tungsreste sind zu ent¬≠fer¬≠nen. Sind noch Beschich¬≠tun¬≠gen vorhan¬≠den (z.Bsp. Farbe) kann eine Verkle¬≠bung nur so gut sein, wie die Haf¬≠tung zwis¬≠chen Met¬≠all und Beschich¬≠tung. Am besten geeignet sind Strahlver¬≠fahren. Ist keine entsprechende Aus¬≠r√ľs¬≠tung vorhan¬≠den oder das Met¬≠all zu d√ľnn, wer¬≠den Schleif¬≠pa¬≠pi¬≠er (am besten auf Basis Siliz¬≠iumkar¬≠bid auch als Korund bekan¬≠nt) mit ein¬≠er K√∂r¬≠nung zwis¬≠chen 40 und 120 oder alter¬≠na¬≠tiv eine Draht¬≠b√ľrste einge¬≠set¬≠zt. Set¬≠zt man Nasss¬≠chleif¬≠pa¬≠pi¬≠er ein, wird unn√∂tige Stauben¬≠twick¬≠lung ver¬≠mieden. Nach dem Schleifen wird die Ober¬≠fl√§che abge¬≠waschen und getrock¬≠net. Hin¬≠weise f√ľr das Strahlen Am h√§u¬≠fig¬≠sten gebr√§uch¬≠lich sind Schmelzko¬≠rund oder Korund. Eisen¬≠haltige Strahlmit¬≠tel soll¬≠ten unlegierten St√§hlen oder Gus¬≠seisen vor¬≠be¬≠hal¬≠ten bleiben. F√ľr Alu¬≠mini¬≠um¬≠legierun¬≠gen und ros¬≠t¬≠freie St√§h¬≠le sollte auss¬≠chlie√ülich Schmelzko¬≠rund benutzt wer¬≠den. Bei extrem harten oder sehr weichen Met¬≠allen kann der Ein¬≠satz von Korund sin¬≠nvoll sein. Die Korn¬≠gr√∂√üe ist nat√ľr¬≠lich von mehreren Fak¬≠toren abh√§ngig: dem zu strahlen¬≠den Met¬≠all, der Aus¬≠r√ľs¬≠tung, dem m√∂glichen Druck, der zur Ver¬≠f√ľ¬≠gung ste¬≠hen¬≠den Zeit und dem zu ent¬≠fer¬≠nen¬≠den Belag. Als sin¬≠nvoll haben sich meist K√∂r¬≠nun¬≠gen zwis¬≠chen 0,1mm und 0,4mm Durchmess¬≠er erwiesen. Und weichere Unter¬≠gr√ľnde lassen sich bess¬≠er mit kleineren K√∂r¬≠nun¬≠gen strahlen. 3.2.2 Kun¬≠st¬≠stof¬≠fober¬≠fl√§chen F√ľr Kun¬≠st¬≠stof¬≠fober¬≠fl√§chen gilt grund¬≠s√§t¬≠zlich das gle¬≠iche wie f√ľr met¬≠allis¬≠che Ober¬≠fl√§chen. Bei Com¬≠pos¬≠ite-Werk¬≠stof¬≠fen ist es h√§u¬≠fig erforder¬≠lich Reste von Tren¬≠n¬≠mit¬≠teln zu ent¬≠fer¬≠nen. Hier kann sowohl mit Strahlmit¬≠teln als auch mit Schleifmit¬≠teln gear¬≠beit¬≠et wer¬≠den. Die K√∂r¬≠nun¬≠gen sind ana¬≠log zu met¬≠allis¬≠chen Ober¬≠fl√§chen zu w√§hlen. Gute Ergeb¬≠nisse k√∂n¬≠nen auch mit dem soge¬≠nan¬≠nten Kryo-Strahlen erzielt wer¬≠den. Hier¬≠bei wird mit CO2-Pel¬≠lets die Ober¬≠fl√§che ges¬≠trahlt. Dieses sehr weiche Strahlmit¬≠tel reinigt die Ober¬≠fl√§che ohne gesun¬≠des Mate¬≠r¬≠i¬≠al abzu¬≠tra¬≠gen. Selb¬≠stver¬≠st√§ndlich muss auch die Kun¬≠st¬≠stof¬≠fober¬≠fl√§che nach dem Schleifen oder Strahlen gere¬≠inigt wer¬≠den. Ide¬≠al¬≠er¬≠weise geschieht das mit Druck¬≠luft. L‚Äāsemi¬≠t¬≠tel wer¬≠den zwar gerne ver¬≠wen¬≠det (z.Bsp. Ace¬≠ton), haben aber den Nachteil, das sie in den Kun¬≠st¬≠stoff ein¬≠drin¬≠gen k√∂n¬≠nen und dann die Verkle¬≠bung behin¬≠dern. 3.3 Spezielle Vor¬≠be¬≠hand¬≠lungsmeth¬≠o¬≠d¬≠en f√ľr opti¬≠male Klebeergebnisse F√ľr die meis¬≠ten Kle¬≠beauf¬≠gaben sind die oben beschriebe¬≠nen Vor¬≠bere¬≠itun¬≠gen abso¬≠lut aus¬≠re¬≠ichend. Um aber nun das Max¬≠i¬≠mum an Fes¬≠tigkeit kom¬≠biniert mit Repro¬≠duzier¬≠barkeit und Langzeit¬≠sta¬≠bil¬≠it√§t zu erre¬≠ichen, ist es anger¬≠at¬≠en eine weit¬≠ere chemis¬≠che oder elek¬≠trolytis¬≠che Vor¬≠be¬≠hand¬≠lung der zu verkleben¬≠den Ober¬≠fl√§che vorzunehmen. 3.3.1 Beizen Die Ober¬≠fl√§che von Met¬≠allen beste¬≠ht lei¬≠der nicht aus purem Met¬≠all. Man find¬≠et eine h√∂chst unter¬≠schiedliche Kom¬≠bi¬≠na¬≠tion von Oxi¬≠den, Sul¬≠phi¬≠den, Chlo¬≠ri¬≠den und anderen Verbindun¬≠gen, die alle eine nicht beson¬≠ders sta¬≠bile Ober¬≠fl√§che ergeben. Beizen ist eine gut einge¬≠f√ľhrte Meth¬≠ode um diese Verbindun¬≠gen zu ent¬≠fer¬≠nen. Gle¬≠ichzeit¬≠ig wird an der Met¬≠al¬≠lober¬≠fl√§che eine Schicht erzeugt, die mit dem gew√ľn¬≠scht¬≠en Kle¬≠ber kom¬≠pat¬≠i¬≠bel ist. Ver¬≠schiedene Met¬≠alle erfordern also unter¬≠schiedliche Beizen. F√ľr Alu¬≠mini¬≠um wird meist Chrom¬≠s√§ure benutzt, f√ľr Edel¬≠stahl Schwe¬≠fel¬≠s√§ure und f√ľr Kupfer Salpeter¬≠s√§ure. Auch f√ľr einige Kun¬≠st¬≠stoffe hat sich das Beizen bew√§hrt. Hier wird zum Beispiel Chrom¬≠s√§ure f√ľr Poly¬≠ole¬≠fine einge¬≠set¬≠zt. 3.3.2 Elox¬≠ieren Elox¬≠ieren oder auch Ano¬≠disieren ist eine f√ľr Alu¬≠mini¬≠um oder Titan √ľbliche Vor¬≠be¬≠hand¬≠lung. Dabei wird das Mate¬≠r¬≠i¬≠al nach dem Beizen elox¬≠iert. Die dabei entste¬≠hende Oxid¬≠schicht ist por√∂s und bietet damit einem Kle¬≠ber oder einem Primer die M√∂glichkeit tief in diese Schicht einzu¬≠drin¬≠gen. Dadurch wer¬≠den her¬≠vor¬≠ra¬≠gende Verkle¬≠bun¬≠gen erzielt. 3.3.3 Primer Das Auf¬≠brin¬≠gen eines Primers ist eine weit¬≠ere M√∂glichkeit der Ober¬≠fl√§chen¬≠vor¬≠be¬≠hand¬≠lung. Angewen¬≠det wird dies zumeist auf Met¬≠allen und auf keramis¬≠chen Sub¬≠strat¬≠en. Der Primer stellt grund¬≠s√§t¬≠zlich den Abschluss der Vor¬≠be¬≠hand¬≠lung dar und wird auf schwieri¬≠gen Ober¬≠fl√§chen angewen¬≠det. Dabei han¬≠delt es sich h√§u¬≠fig um eine gel√∂ste Form des eigentlichen Kleb¬≠stoffes. Diese Fl√ľs¬≠sigkeit benet¬≠zt die Ober¬≠fl√§che sehr gut und der nach¬≠fol¬≠gende Kle¬≠ber, der chemisch kom¬≠pat¬≠i¬≠bel ist, kann eine sehr starke Verbindung auf¬≠bauen. 3.3.4 Grund¬≠la¬≠gen f√ľr chemis¬≠che Vorbehandlungen Bei der chemis¬≠chen Vor¬≠be¬≠hand¬≠lung muss umsichtig vorge¬≠gan¬≠gen wer¬≠den und das nicht nur wegen der gef√§hrlichen, √§tzen¬≠den und teil¬≠weise gifti¬≠gen Sub¬≠stanzen. Wer¬≠den hier Fehler gemacht, kann die Verkle¬≠bung schlechter sein als ohne Vor¬≠be¬≠hand¬≠lung! Eben¬≠so spielt das Zeit¬≠fen¬≠ster f√ľr die Verkle¬≠bung eine immens wichtige Rolle. Ist die Vor¬≠bere¬≠itung zu kurz wird die Ober¬≠fl√§che nicht aus¬≠re¬≠ichend aktiviert. Dage¬≠gen k√∂n¬≠nen zu lange Prozesse zu uner¬≠w√ľn¬≠scht¬≠en Neben¬≠pro¬≠duk¬≠ten f√ľhren, die wiederum die Verkle¬≠bung behin¬≠dern. Nach Abschluss der chemis¬≠chen Vor¬≠be¬≠hand¬≠lung hat sich das Waschen mit klarem Wass¬≠er als Stan¬≠dard etabliert. Dabei wird f√ľr den let¬≠zten Sp√ľl¬≠gang dem¬≠iner¬≠al¬≠isiertes Wass¬≠er emp¬≠fohlen. 4.1 Vor¬≠be¬≠hand¬≠lungsmeth¬≠o¬≠d¬≠en f√ľr ver¬≠schieden¬≠er Typen Die hohe Anzahl an ver¬≠schiede¬≠nen Legierun¬≠gen (und unter¬≠schiedlichen Ober¬≠fl√§chen¬≠qual¬≠it√§ten durch ver¬≠schiedene W√§rme¬≠be¬≠hand¬≠lun¬≠gen) in jed¬≠er einzel¬≠nen Met¬≠all¬≠gruppe ver¬≠hin¬≠dert ein stan¬≠dar¬≠d¬≠isiertes Ver¬≠fahren der Vor¬≠be¬≠hand¬≠lung. Die im fol¬≠gen¬≠den beschriebe¬≠nen Vorge¬≠hensweisen sind gut einge¬≠f√ľhrt und haben sich bew√§hrt. Trotz¬≠dem k√∂n¬≠nen Vari¬≠a¬≠tio¬≠nen oder g√§n¬≠zlich andere Prozesse zu besseren Ergeb¬≠nis¬≠sen f√ľhren. Dies kann aber nur im ver¬≠gle¬≠ichen¬≠den Ver¬≠such her¬≠aus¬≠ge¬≠fun¬≠den werden. 

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